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Nochmal ein Blick nach Fatima
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Die Marienerscheinungen in Portugal vor 100 Jahren könnte man als religiöse Halluzinationen von Kindern ad acta legen, wenn nicht Ereignisse eingetreten wären, die von 70.000 Zuschauern bezeugt sind. Besonders John A Keel (1930-2009), ein amerikanischer Journalist der sich mit paranormalen Phänomenen beschäftigte, hat von neutraler Seite her alle Erscheinungen untersucht und ist zu dem Schluss gekommen, dass hier Wesen aus einer höheren Parallelwelt ein detailliert vorbereitetes Merkzeichen den Menschen gegen Ende des Ersten Weltkrieges zuspielen wollten. Aus diesem Grund wurden die Marienerscheinungen in vielen Büchern über die kosmischen Lichtwesen publiziert.

Keel weist darauf hin, das schon 1915 und 1916 den drei Kindern eine helle Gestalt entgegengeschwebt war und sie aufforderte, sie sollen nicht erschrecken und mit ihm beten. Auf die Frage der Kinder legitimierte sich die Gestalt als ein Engel des Friedens. Die Kinder knieten sich neben dem jungen Mann nieder, dieser leuchtete wie ein Kristall und sie beteten mit ihm, bis er sich in nichts auflöste. So wurden die Kinder seelisch und paranormal auf den Empfang einer exakten Serie von Kontakten präpariert und disponiert.

Die erste große Erscheinung setzte am Sonntag, dem 13 Mai 1917 mit einem Lichtblitz am klaren Himmel ein. Dann sahen die Kinder eine strahlende Kugel von Licht, in der ein Wesen mit einem leuchtenden Kleid und einem strahlenden Gesicht schwebte. Als die Kinder von dem Lichtglanz geblendet wurden, meinte das Wesen mit einer fraulich musikalischen Stimme: „Erschreckt nicht, ich will euch nicht wehtun. Ich bin vom Himmel!“

Wir kennen die Botschaft von Fatima an die Kinder, sie sollen den Rosenkranz beten für den Frieden in der Welt und Buße tun für die Bekehrung der Sünder. Alle drei Kinder sahen die Frau in der Lichtsphäre, hören konnten sie nur Lucia und Jacinta. Das Kesseltreiben gegen die Kinder setzte ein, doch sie blieben trotz aller Schikanen bei ihrer Erfahrung und ihrem Gebet. Sechsmal erschien die wunderbare Frau, die sich Maria nannte, jeweils am 13. des Monats. Schon bei der ersten Begegnung hatte sie dieses Programm angekündigt und auch exakt durchgehalten.

Am 13. Oktober 1917 war der Abschluss. Trotz Regen und Gegenpropaganda waren an die 70.000 Menschen auf der Wiese und beim Baum der Erscheinung zusammengeströmt, teils Gläubige, teils Neugierige, teils Gegner. Man beobachtete die Kinder genau. Nochmal sagte die Frau das nahe Kriegsende voraus und ermahnte alle, zu beten und Gott nicht mehr zu beleidigen. Die Kinder gaben die Botschaft sogleich weiter, da die Menge von der schönen Frau nichts sehen und hören konnte.

Dann wies die Frau mit den Händen zur Sonne. Das Volk schrie auf, es kam etwas durch die dichten Wolken hindurch. Eine riesige Silberscheibe, die schnell mit ihren Lichtern zu rotieren schien, schwebte über die Menge herab. Als sie sich schneller drehte, schienen sich die Farben des Lichtes durch das ganze Spektrum und darüber hinaus zu verändern, die ganze Umgebung war in Farben getaucht. Zuerst meinte man, die Sonne sei nahegekommen, dann aber sank dieses Scheibenrad öfters so tief auf die Menge herab, dass sich viele zu Boden warfen.

Volle zehn Minuten kreiste dieses Himmelszeichen über der Riesenmenge, es fielen die scharfen Konturen der Scheibe auf, die in der Farbtönung einer hellen Perle glich und nicht blendete. Dabei fielen gebrechliche Strähnen von „Engelhaar“ zu Boden, diese verschmolzen, bevor sie gesammelt werden konnten. Eine Woge der Wärme strahlte aus diesen Lichtern herab, trocknete alle nassen Kleider, den feuchten Boden und heilte sogar Wunden und Krankheiten.

Meilenweit von Fatima entfernt sahen viele Menschen dieses riesige Metallrad. Eine ganze Schulklasse beobachtete das Herabsingen und Aufsteigen dieses strahlenden Schneeballs. Die drei Kinder aber waren Zeugen, wie die Frau zu dieser Silberscheibe emporschwebte und nach einem Segenszeichen in diesem Sonnenschiff verschwand. Dann startete der ganze leuchtende Raumkörper über sie Wolken und verschwand in rasender Fahrt.

Wenn dieses Geschehen Berichten über UFO- Sichtungen ähnelt, so ist es doch in keinster Weise damit vergleichbar. War doch diese „Sonne“ prachtvoller, näher und segensvoller als die heutigen fliegenden Untertassen. Zudem wird diese Himmelserscheinung, vor 70.000 Zuschauern, zu einer der bestbezeugten und dokumentierten Botschaft unserer Geschichte. Durch diese Botschaft wird uns klar, dass wir in einer vertikalen Koordination stehen, die über unser heutiges denken weit hinausgeht.

Zweifler sehen dieses Sonnenschiff als die Sonne selber, die herabgekommen wäre und sich gedreht hätte. Dem widersprechen Wissenschaftler und Astronomen und können eine solche Sonnentransferierung nicht nachvollziehen. Wäre doch dabei das ganze Sonnensystem zu Bruch gegangen.

Die Botschaft von Fatima war klar und glaubwürdig. Die Erscheinung der Gottesmutter ist vielfach bezeugt und dokumentiert, auch wenn sie unser Wissen und Denken übersteigt. Sie möchte uns aber auch vermitteln, dass wir nicht nur durch horizontale, vielmehr auch durch vertikale Integration die Stufen zu Gott emporsteigen dürfen.

(Leopold Mantler)