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LÖSCHT DEN GEIST NICHT AUS !
© Leopold Mantler

Dieses Motto aus dem Brief des Apostels Paulus an die Thessalonicher griff der Katholikentag 1962 in Salzburg auf, und der große Theologe Karl Rahner (1904 – 1984) hielt darüber einen für die Zeitgenossen ungemein geistreichen und daher unvergesslichen Vortrag. Dies ereignete sich vor nunmehr 55 Jahren knapp vor Beginn des Zweiten Vatikanischen Konzils unter Papst Johannes XXIII.; und das geschah in einer Zeit des Aufbruchs und der Zuversicht auf sehnlichst erwartete Neuerungen in unserer Kirche; und so war es auch. Inzwischen ist der Höhenflug des Geistes bei vielen Gläubigen und in vielen Bereichen der Kirche abgeklungen und einer nur mühsamen Weg-Erneuerung gewichen. Pfingsten 2017 soll uns aber wiederum mit dem Geist der Freude am Aufbau unserer neuen Gemeinden stärken und die Freude an der Gemeindearbeit befeuern und begeistern.

Das diesem Impuls überschriebene Thema der 60er Jahre hat nichts an Aktualität verloren. Auch die Worte aus dem Brief des Apostels Paulus an seine Gemeinde in Thessalonich, aus dem das Motto „löscht den Geist nicht aus“ stammt, können wir stets ernsthaft überdenken und auf unsere Zeit und auf die Ziele unserer neu errichteten Pfarre Hildegard Burjan übertragen; sie seien hier wortwörtlich wiedergegeben (vgl. 1Thess 5, 14 ff.):

Wir ermahnen euch, (Schwestern und) Brüder: Weist die zurecht, die ein unordentliches Leben führen, ermutigt die Ängstlichen, nehmt euch der Schwachen an, seid geduldig mit allen! Seht zu, dass keiner dem andern Böses mit Bösem vergilt, sondern bemüht euch immer, einander und allen Gutes zu tun.

Freut euch zu jeder Zeit!
Betet ohne Unterlass!
Dankt für alles; denn das will Gott von euch, die ihr Christus Jesus gehört.
Löscht den Geist nicht aus!
Verachtet prophetisches Reden nicht!
Prüft alles, und behaltet das Gute!
Meidet das Böse in jeder Gestalt!“

Diesen mahnenden Worten aus dem 1.Thessaloniker Brief ist wohl nichts hinzuzufügen, wenn wir diese aufmunternden Zurufe in unseren größeren Seelsorgsbereichen ernst nehmen und untereinander den geschwisterlichen Umgang mit allen pflegen, auch mit denen, die neu zu uns kommen. Nur so kann der Pfingst-Geist mit seiner Kraft der Verwandlung in uns und unter uns wirken.

(H.T.)